Impressions from Rosia Montana

1 Sep

After a long and arduous trip we finally arrived in the Romanian West Carpathians. Rosia Montana is an idyllic town with beautiful landscapes. The interplay of wild nature and the effects of the past mining shape the image and appearance of this ancient mining town.

During the “Fan Fest” Rosia Montana is unusually populated by people from all over the world. Over a short period of time the town is the international showplace of different interests – even more so than during the rest of the year. The festival tries to promote cultural tourism. Both sides benefit vastly from the various opportunities this brings – the opponents of the mining project that initiated it as well as the Rosia Montana Gold Corporation.

The counter movement organizes the protest festival “Fan Fest” with various cultural events while the RMGC offers guided tours through the ancient Roman mines, the open pit and the Processing Plant. Among the many venues at the festival are concerts, lectures and discussions on alternative usage of the Rosia Montana region and strategies to stop the mining project.

The atmosphere in Rosia Montana is peaceful. The locals seem used to the temporary excitement and to the presence of the RMGC. The people – both the supporters and opponents of the mining project – are very friendly and open to questions on the effects of the ongoing debate. Their calm and indifference are among the most surprising reactions we noticed during our visit. In the last 15 years they learned to coexist and tolerate each other as well as possible. After all, mining has been a part of daily life here since ancient times.

Unfortunately our two-day visit was not nearly enough to see everything the place has to offer and talk to the locals and visitors about their views on the advantages and disadvantages of gold mining. We are curious to see the development of Rosia Montana at our next visit.

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Nach einer sehr langen und mühsamen Autofahrt sind wir in Mitten der rumänischen Westkarpaten angekommen. Rosia Montana ist ein sehr idyllischer Ort mit wunderschöner Natur und zahlreichen Tieren, die einem nicht nur in den Gärten der Menschen und vor der Pension begegnen, sondern mitunter auch auf dem Marktplatz im Zentrum zwischen den dort geparkten Autos. Die unberührte Natur und die offensichtlichen Folgen des bisherigen Abbaus zeichnen das kontrastreiche Bild dieser alten Minenstadt.

Zur Zeit des Fan Fest ist Rosia Montana ein ungewöhnlich belebter Ort mit vielen Touristen aus aller Welt. Für kurze Zeit wird die Stadt mehr als sonst zu einem internationalen Schauplatz verschiedener Interessen. Der kulturelle Tourismus, der hier angekurbelt werden soll, wird von beiden Seiten auf diverse Arten genutzt – sowohl von den Angestellten und Anhängern der Rosia Montana Gold Corporation (RMGC) als auch der Gegner des geplanten Goldabbauprojektes.

    Die Gegenbewegung organisiert das Protestfestival “Fan Fest” mit diversen kulturellen Veranstaltungen während die RMGC kostenlose Touren durch die römischen Goldminen, den Tagebau und die geplante Filterstation organisiert. Zu den vielen Veranstaltungen des Festivals gehören neben Konzerten und Lesungen auch Diskussionsrunden zu Strategien alternativer Nutzungsmöglichkeiten für die Region und des Kampfes gegen den geplanten Goldabbau.

    Die Stimmung in Rosia Montana ist friedlich, die Anwohner sind den Trubel gewohnt und scheinen unbeeindruckt sowohl von dem Festival als auch von der RMGC. Die Menschen – sowohl die Anhänger als auch die Gegner des Projektes – sind sehr freundlich und gerne bereit mit uns ins Gespräch zu treten und uns weiterzuhelfen. Zu den beeindruckendsten Reaktionen gehört die Gelassenheit der Anwohner und der ehemaligen Minenarbeiter wenn man sie zu dem Thema des Goldabbaus befragt. Man hat in den vergangenen 15 Jahren gelernt miteinander umzugehen. Der Goldabbau gehört hier ohnehin seit jeher zum Alltag.

Leider war unser Aufenthalt sehr kurz. Zwei Tage sind bei weitem nicht genug um das schöne Städtchen, die wunderschöne Umgebung und alles was sie zu bieten hat zu erkunden und mit den sehr gastfreundlichen Menschen zu reden. Für uns bleibt es spannend zu sehen wie es weiter geht in Rosia Montana und wie es bei unserem nächsten Besuch aussehen wird.

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